Radtour ins Mittelalter 16.07.2017

Beim Eintreffen der Radgruppe am belebten Marienplatz fiel der Blick zunächst auf den Rosenturm, den die Kronacher Ortsgruppe als Vereinslokal betreut. Entlang des Stadtparks ging es dann zunächst zur Stärkung beim Gemeindefest der evangelischen Kirche, wo Kaffee und Kuchen warteten. Begrüßt wurde man dort vom  Kronacher Barockensemble in prächtigen Kostümen. Die Strau ist ein wunderbarer Einstieg in das mittelalterliche Kronach. Entlang der bestens erhaltenen Stadtmauer wurde die obere Stadt mit ihren vielen original erhaltenen Fachwerkbauten erreicht. Obmann Jürgen Schlee, der den Stadtrundgang führte, wusste einiges zu den Häusern und der Geschichte der Altstadt zu erzählen. Auch zum berühmtesten Sohn der Stadt, den 1472 hier geborenen Maler Lucas Cranach dem Älteren, gab es einige interessante Begebenheiten aus dessen Leben. Die Aufteilung in Viertel und die zeitgeschichtlichen Begebenheiten wurden ebenso erläutert, wie die Überlieferungen zu den Kronacher Housnkühen und den tapferen Weibern der Stadt. Unbekannt war den Wallenfelsern bis dato das "Kronacher Wörschtmouß" in einem schmalen Durchgang am Alten Rathaus. Interessantes gab es auch über die geheimnisvollen Zeichen der Steinmetze zu hören. Über historisches Kopfsteinpflaster führte der Weg hinauf bis zur Festung Rosenberg, die niemals in ihrem Dasein erobert wurde und heute die Fränkische Galerie beheimatet. Dort wartete Gästeführerin Rosi Ross auf die Gruppe und führte in die Jahrhunderte alte Entstehungsgeschichte ein. Dann ging es in die Unterwelt der Burg. Die Kasematten am Nordrand bestehen großteils aus schmalen Gängen, die einerseits zum Versteck aber auch zur Verteidigung dienten. Spannend wurde es, als die Führerin die Gruppe im Schein von kleinen Wachskerzen in die dunklen Kellergänge der Festung begleitete. Selbst durch einen ehemaligen und jetzt trockengelegten Brunnen führte der Weg, der aber alle wieder ans Tageslicht führte. 2. Obmann Michael Stöcker, der die Radtour organisiert hatte, dankte Rosi Ross für ihre äußerst spannende Führung durch die Unterwelt der Burg. Es sei unglaublich, was die alte Crana zu bieten habe. Man komme immer nur zum Einkaufen oder Behördengängen in die Stadtmitte, finde aber selten die Zeit für die Blicke auf das Historische und die malerhaften Winkel in den engen Gassen. Auf der Rückfahrt nach Wallenfels wurde als Belohnung für die Anstrengungen im Biergarten des Gasthauses Stegner von einigen noch eine Rast eingelegt.



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