Jahresversammlung OG Wallenfels 06.03.2022

Die letzten Monate waren pandemiebedingt nahezu veranstaltungslos über die Bühne gegangen. "Die Mitglieder sehnen sich nach Normalität und gemeinsamen Unternehmungen", so der Obmann Jürgen Schlee in seinem Rückblick. Die Zahl der Wanderer, die in die Region kommen, habe in den letzten beiden Jahren spürbar zugenommen. Wandern locke die Menschen wieder in die Natur. Neben Ehrungen stand die Anpassung der Mitgliedsbeiträge im Fokus der Versammlung.

Die Aktivitäten des örtlichen Frankenwaldvereins konzentrierten sich zurückliegend auf Instandhaltungen und Wegearbeit, was wohl noch einige Monate durch die unvermeidlichen Arbeitsmaßnahmen in den Wäldern erschwert wird. Obmann Schlee dankte dem Wegewart Ludwig Wunder, der allen Widrigkeiten zum trotz auf eine hohe Markierungsqualität verweisen könne. Seit 2009 kümmert sich Bruno Krinke verlässlich um die gedruckten Wegeflyer, die auch in Zeiten von Onlineportalen eine hohe Nachfrage erfahren. Fast 50.000 Exemplare hat Krinke bereits den Wanderern zugänglich gemacht.

Einen Blick in die geordneten Finanzen des Vereins ermöglichte Kassiererin Elke Klug-Mähringer. Der Ortsgruppe gehören aktuell 432 Mitglieder jeglicher Altersgruppen an. Mit Sorge habe man die Nachrichten über die finanzielle Situation des Hauptvereins zur Kenntnis genommen. Alle Ortsgruppen seien hier gefordert, um die schwierige Lage des Zentralverbands über die beschlossene höhere Vereinsabgabe zu meistern. Am erklärten Ziel der eigenen Ortsgruppe, zum Jahresende eine schwarze Null schreiben zu wollen, halte man fest. Deshalb sei eine Anpassung der eigenen Mitgliedsbeiträge alternativlos, warb Klug-Mähringer für die Erhöhung der jährlichen Abgaben, von denen nur ein geringer Anteil in der Kasse der Ortsgruppe für die eigene Aufgabenerfüllung verbleibe.

Anpassung der Mitgliedsbeiträge unumgänglich

Der Hauptverein hat seine von den Ortsgruppen abzuführenden Beiträge im Herbst des Vorjahres spürbar erhöht. Die Gründe hierfür wurden auch von Obmann Jürgen Schlee nochmals ausführlich erläutert. Die Notwendigkeit höherer Abgaben sei nachvollziehbar. Die letzte Anhebung war vor mehr als zehn Jahren erfolgt. Mit Blick in die finanzielle Zukunft müsse man im Hauptverein aber bestimmte Maßnahmen und Investitionen auf den Prüfstand stellen. Einstimmig wurde in der Versammlung der Beschlussvorschlag der Vorstandschaft zur Anpassung der Mitgliedsbeiträge in der Ortsgruppe Wallenfels angenommen. Man wird sich an dem mittlerweile auch von anderen Ortsgruppen präferierten Modell "12-24-36" orientieren. Künftig wird dabei von den erwachsenen Mitgliedern ab 18 Jahren ein Jahresbeitrag von 24 Euro erhoben. Ehegatten und Jugendliche entrichten 12 Euro für die Mitgliedschaft. Interessant ist auch künftig die Familienmitgliedschaft, in der Eltern und alle Kinder unter 18 Jahren im Verein integriert sind. Hierfür wird ein Betrag von 36 Euro eingezogen. Bei Alleinerziehenden sinkt dieser Betrag auf 24 Euro. Die Einführung der Altersgrenze von 18 Jahren lässt erwarten, dass eine Bereinigung der Mitgliederstruktur durch Austritte erfolgen werde, so Kassiererin Elke Klug-Mähringer. Zusammen mit Obmann Jürgen Schlee appellierte sie, die geplanten Aktivitäten zur Werbung für neue Mitglieder zu nutzen, insbesondere im Familienbereich.

In seinem Grußwort stellte 1. Bürgermeister Jens Korn das Wandern heraus, das durch zusätzliche Angebote bereichert werden könne. So läuft die Realisierung eines Kneipp-Parks und das Flößerwegla "Kulturentdeckung" soll Wanderer zu den historischen Plätze und den heimischen Traditionen führen. Das Wirken des Frankenwaldvereins nehme man auch außerhalb der Region positiv wahr. Das Vereinsleben sei wie eine Tankstelle für Menschen in einer konfliktreichen Zeit. Da die Auswirkungen von Krisen immer spürbarer werden, müsse man das Heimatgefühl noch mehr fördern und schätzen.

Frühjahrssternwanderung 2022

Die Wallenfelser Ortsgruppe richtet am 22. Mai auf dem Gelände des Bildungszentrums die Frühjahrssternwanderung des Frankenwaldvereins aus. Zahlreiche Wanderer aus den derzeit 60 Ortsgruppen werden dann zu Gast in der Flößerstadt sein. Das Vorbereitungsteam mit Silke Schirmer, Florian Lutz, Michael Stöcker und Obmann Jürgen Schlee hat bereits erste Planungen unternommen. Man gehe mit Bedacht an die Veranstaltung heran, die das erste größere Wanderertreffen seit Beginn der Pandemie werde. Interessant werde eine geführte Wanderung auf dem geplanten Baumpfad um den Silberberg. Auch für Familien mit Kindern werden Aktivitäten angeboten. Schlee bat schon jetzt um Unterstützung durch viele helfende Hände.

Bereits vor diesem Wanderevent wird am 9. April die Landschaft im Oberen Rodachtal vom Unrat gereinigt und am 16. April gemeinsam mit dem FC Wallenfels die traditionelle Ostereiersuche angeboten. In Vorbereitung ist auch ein Tagesausflug ins Bamberger Land am 11. September. Wanderwart Michael Stöcker erarbeitet derzeit einen Wanderplan für das laufende Jahr.



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