Positiver Jahresrückblick 03.02.2019

Wallenfelser Frankenwaldverein zieht Bilanz
"In der freien Wirtschaft würde man davon berichten, dass im abgelaufenen Bilanz-jahr das hohe Niveau des Vorjahres trotz schwieriger Rahmenbedingungen gehalten werden konnte", mit diesen launigen Worten begann Obmann Jürgen Schlee seinen Jahresrückblick. Er belegte dieses positive Fazit mit dem Blick auf viele außerge-wöhnliche Veranstaltungen und eine nochmals leicht steigende Mitgliederzahl des örtlichen Frankenwaldvereins.
Der Vorsitzende bezeichnete die Winterwanderungen, den Besuch des Müllheiz-kraftwerkes in Coburg, die beiden Tagesfahrten nach Ludwigsstadt ins Schiefermuseum und in die Fränkische Schweiz als besondere Meilensteine des zurückliegenden Jahres. Großes Lob fand die organisatorische Vorbereitung der Fahrten durch Reiseleiter Gerd Schramm. Daneben bereicherten das Drei-Länder-Treffen in Dürrenwaid und zahlreiche weitere Themenwanderungen den Veranstaltungsreigen. Höhepunkt der Veranstaltungen war aber zweifelsohne der Familientag unter dem Motto "Manege frei". Das engagierte Vorbereitungsteam, in dem vor allem jüngere Mitglieder ihr Organisationstalent unter Beweis stellten, setzte viele kreative Ideen um. Schlee dankte auch allen weiteren Akteuren, die sich ehrenamtlich im Verein einbringen. Ihnen sei die Vielfalt zu verdanken, auf die die Generationen übergreifende Gemeinschaft aufbaue. Beispielhaft stellte er dazu den Samstagswanderern unter Führung von Horst Hofmann ein gutes Zeugnis aus. Trotz zunehmenden Alters pflege man die Geselligkeit und die Kultur des gemeinsamen Wirtshaussingens.
Der Vorsitzende sprach aber auch von Schattenseiten des Erfolges. Nicht immer werde viel Engagement auch durch viele Teilnehmer belohnt. Er wünschte sich von den Mitgliedern mehr Interesse an den breit gefächerten Angeboten. Er stellte die Frage: "Tun wir das Richtige - oder tun wir es richtig?" Man müsse sich aber auch bewusst sein, dass sich das Lebensumfeld der Menschen immer komplexer gestalte, die zeitlichen Freiräume immer enger werden und die Lust auf Alltägliches spürbar nachlasse. Der eingeschlagene Kurs mit dem Schwerpunkt auf Familienarbeit müsse aber unbedingt beibehalten werden, so Schlee.
Ein besonderer Meilenstein des Jahres sei der Abschluss der Sanierungsarbeiten am Köstenbergkreuz gewesen. Hier dankte der Vorsitzende dem Mitglied Andreas Behrschmidt, Ortsheimatpfleger Franz Behrschmidt, den Bayerischen Staatsforsten sowie der Besitzerfamilie Hader für ihr Engagement.
Die erneute Zertifizierung der „Qualitätswanderregion Frankenwald“ stand im Mittelpunkt des Berichtes von Wegewart Ludwig Wunder. Die Prüfer des Deutschen Wanderverbandes seien bei der Überprüfung des Wegenetzes sehr penibel vorgegangen, letztendlich konnte man sich aber über den gemeinsamen Erfolg der Aus-zeichnung freuen. Michael Förner als Verantwortlicher für die Wanderbänke und Bruno Krinke, der sich um die Verteilung der Wegeflyer kümmere, wurden für ihre Arbeit gelobt.
Viel zu berichten hatte der engagierte Wanderwart Rudolf Senftleben. Seine Auflistung ging von der Winterwanderung nach Steinwiesen über die beiden Sternwande-rungen bis hin zur Jahresabschlusswanderung zum Herrgottswinkel. Auch eine Radtour zur Bischofsmühle wurde durchgeführt. Insgesamt wurden von 120 Teilnehmern fast 100 Wanderkilometer zurückgelegt. Ziel des Wanderführers ist es jeweils, den Wanderfreunden  unterwegs viel Interessantes zum Weg zu vermitteln.
Eine tadellose Finanzverwaltung wurde der Kassiererin Elke Klug-Mähringer nach  ihrem Rechenschaftsbericht von den Kassenprüfern Anja Schlee-Assion und Michael Förner bescheinigt. Trotz zahlreicher Aktivitäten und Investitionen verfügt die Ortsgruppe über ein solides finanzielles Fundament. Dies sei im Bilanzjahr vor allem aber auf großzügige Spenden zurückzuführen. Die Zahl der Mitglieder hat sich nochmals leicht auf aktuell 458 gesteigert, berichtete zweite Kassiererin Christa Förner, die sich vorwiegend um die Mitgliederverwaltung kümmert.
Naturschutzwart Alexander Schlee  blickte auf die Wildspurenwanderung im Winter, die Umweltsäuberungsaktion und eine naturkundliche Wanderung im Leutnitztal zu-rück. Auch der Motorsägenführerlehrgang wurde gut angenommen. Ein besonderes Anliegen war dem Fachwart ein Appell zur Unterstützung des laufenden Volksbegeh-rens "Rettet die Bienen". In einem interessanten Vortrag erläuterte er die Hintergründe zu diesem Anliegen, das große Zustimmung seitens der Anwesenden fand. Es gelte, die Natur für kommende Generationen zu erhalten. Flora und Fauna dürften im Bewusstsein nicht noch mehr zurückgedrängt werden. Alexander Schlee lud weiterhin zur diesjährigen Landschaftssäuberung am 13. April ein. Zur Reduzierung der Unfallgefahr bei Waldarbeiten führt der Naturschutzverantwortliche auch heuer einen Motorsägenführerlehrgang durch, bei dem noch einige Plätze frei sind.
Viel Positives konnten die beiden Familienwarte Dr. Christine Müller-Hümmrich und Silke Schirmer aus ihrem Aufgabenbereich berichten. Der Osterspaziergang mit einer Ostereiersuche wurde ebenso gut angenommen wie die naturkundliche Waldentdeckung im Rahmen des Ferienprogramms. Ein großer Erfolg wurde vor allem der Familientag, bei dem das Zirkusleben im Mittelpunkt stand. Etwa 500 Gäste zeigten sich von den Darbietungen und Spielen begeistert. Guten Zuspruch fand auch die herbstliche Kartoffelwanderung für Familien nach Dörnach. Der Blick der Familienwarte ging voraus zum diesjährigen Familientag, der am 2. Juni unter dem Motto "Spiel mit" steht und diesmal im Freibad Wallenfels ausgerichtet wird.
Der Frankenwaldverein sei eine wichtige Säule im Wallenfelser Vereinsgeschehen, so 3. Bürgermeister Andreas Buckreus. Den Schwerpunkt auf die Familienarbeit zu richten, sah Buckreus gerade in Zeiten des Bevölkerungsrückgangs als besonders wertvoll für die Region an.



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