Wanderung Süßengutweg 13.08.2017

Eibe im FrankenwaldDie Eibe vom Breitengrund, der älteste Nadelbaum vom Frankenwald am Osthang des Thiemitztales, steht auf 470 Metern Höhe. Er ist etwa 900 Jahre alt und etwa acht Meter hoch. Der Umfang beträgt im unteren Teil knapp 3,50 Meter. Ihr lateinischer dürfte wohl auch mit dem extrem strapazierfähigen und harten Holz zu tun haben: "taxus" bedeutet auf neupersisch "Armbrust oder Pfeilbogen". Die Frankenwaldeibe wurde wohl zu Zeiten der Kreuzzüge und Kaiser Friedrich Barbarossa gepflanzt. Das Pflanzenwachstum der Eibe ist extrem langsam, vor allem in den ersten hundert Jahren nach Pflanzung. Sie ist zwar giftig, steht in Deutschland aber dennoch unter Naturschutz.

 

Neben der Eibe vermittelte Wanderwart Rudolf Senftleben noch einige Informationen über den sogenannten "Großvater", eine sagenumwobene Weißtanne, die als höchster Baum des Frankenwaldes bezeichnet wurde. Diese stand in etwa 5 Kilometer Entfernung bis zum Jahr 1918 auf 643 Metern Höhe zwischen Thiemitz und Lamitz, nahe der Burgruine Hohenrod. Sie wurde etwa 400 Jahre alt und erreichte eine Höhe von etwa 42 Metern. Der Schattenwurf der Weißtanne war fast 200 Quadratmeter groß. Bei einer Messung im Jahr 1886 wurden 34 Kubikmeter Rauminhalt, also etwa 45 Ster Holz ermittelt. Angeblich soll sogar im 30-jährigen Krieg im Jahr 1806 sogar Napolen Bonaparte mit seiner Armee hier gelagert haben.

 

 

Der heutige Gasthof Fels, vielfach auch als Märchenschloss betrachtet, wurde 1785 erstmals als Trupfhaus erwähnt. 1805 übernahm Georg Gasthof FelsLehner das Gebäude und bis 2002 war es im Familienbesitz. Die unmittelbar neben dem Gasthaus gelegene Wilde Rodach trennte früher die Markgrafschaft Bayreuth von der Herrschaft der Wildensteiner, heute die Landkreise Hof und Kulmbach. Heute bürgen die Betreiber für eine gute fränkische Küche.

 

 



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