Waldentdeckungstour 30.08.2018

WaldentdeckerDie Vielfalt der Natur stand beim Ferienprogramm des örtlichen Frankenwaldvereins im Vordergrund. Die Wildnispädagogin Tanja Sünkel von der Naturheilpraxis "Sinnes-Tau" in Stadtsteinach nahm die elf teilnehmenden Kinder mit auf eine Waldentdeckungstour ins idyllische Leutnitztal. Etwas unschlüssig, was auf sie zukommen würde, machten sich die Kids auf einen Weg, der sowohl Überraschendes als auch Lehrreiches für sie brachte. Der naturverbundenen Referentin gelang es, die heimischen Pflanzen und die Tierwelt den jungen Naturforschern kindgerecht näher zu bringen. Keiner von ihnen hatte schon mal davon gehört, dass die weißen und schwarzen Bohnen des kräftig sprießenden  Japanischen Springkrautes besonders nussig schmecken. "Es gibt kein Unkraut, alles hat seinen Sinn in der Natur". Mit diesem Satz überzeugte Tanja Sünkel ihre Wegbegleiter, auch die Brennesseln am Wegerand zu kosten. Breitwegerich und Beifußpflanzen lernten die Kinder ebenfalls  kennen. Auf einer Wiese an einem im Leutnitztal gelegenen Teich wurde mit Schätzen aus dem Wald stille Post gespielt. Auf diese Weise hatten die jungen Forscher die Gelegenheit, unter anderem ein Rehgeweih, ein Wildschweingebiss und einen Marderschwanz in der Hand halten zu dürfen. Einen breiten Raum nahmen die Elemente Sonne, Wasser, Erde und Luft ein. Lehrreich war das Kennenlernen der vier Himmelsrichtungen, wobei ein bekannter Spruch hilfreich zur Seite stand: "Im Osten geht die Sonne auf, im Süden nimmt sie ihren Lauf, im Westen will sie untergehen und im Norden ist sie nie zu sehen". Bei der Wanderung durch das Leutnitztal erfuhren die Kinder auch, Fichten und Tannen anhand der jeweiligen Zapfen zu unterscheiden. Sie lernten die natürliche Umgebung zu entdecken und sich im Wald zu orientieren. Auch das Gefühl, im weichen samtigen Moos von Fichtenwäldern zu laufen und den besonderen Duft des Waldes bewusst aufzunehmen, war für viele Neuland. Und besondere Neugierde weckte ein freiliegendes Nest von Erdwespen inmitten des Waldes. Wandern macht natürlich hungrig, insbesondere wenn man sich selbst etwas zubereiten darf. Eifrig sammelten die Kids auf dem Rückweg zum NaturErlebnis-Gelände trockenes Reisig für ein Lagerfeuer zum Kochen einer schmackhaften Gemüsesuppe und zum Stockbrotbacken. Dabei lernten sie auch, wie man in freier Natur ohne Hilfsmittel ein Feuer entfachen kann, aber auch welche Vorsichtsmaßnahmen man dabei beachten muss. Die Begeisterung der sechs- bis zwölfjährigen Naturkundler war groß. Sie hatten dem regnerischen Wetter getrotzt und bereuten ihre Teilnahme nicht. Obmann Jürgen Schlee dankte Tanja Sünkel für die interessante Gestaltung des Tages, der den Kindern auf spielerische Weise den bewussten Umgang mit der Natur näher brachte.

 



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