Wasserrad klappert in der Leutnitz 05.09.2021

Auf eine jahrhundertealte Tradition blicken die wassergetriebenen Mühlen des Frankenwaldes. Alleine im Gemeindegebiet der Flößerstadt Wallenfels gab es bis zu zehn Mühlen, die vorwiegend der Holzverarbeitung dienten. Im Rahmen des Wallenfelser Ferienprogramms griff der Frankenwaldverein dieses Thema auf und bastelte mit den Kindern kleine Wasserräder. Eingangs erzählte Obmann Jürgen Schlee den interessierten Kindern einiges über die Funktionsweise der heimischen Mühlen und deren unterschiedliche Nutzung. Neben den vielen Sägeschneidmühlen gab es Mühlen mit Hammerwerken, eine Getreidemühle und auch eine Lohmühle, in der das Mahlgut zum Gerben von Lederhäuten hergestellt wurde. Einzige funktionstüchtige Mühle, auf der im Wallenfelser Bereich noch Holz gesägt wird, ist die historische Hammerschneidmühle. Anhand von Bildern und Karten wurden anschaulich die längst vergangenen Zeiten wieder mit Leben erfüllt. Nun ging es daran, das wichtigste Bauteil einer Mühle im Kleinformat nachzubauen: das Wasserrad. Die Verantwortlichen des Frankenwaldvereins funktionierten kurzerhand das NaturErlebnis Leutnitztal zu einer Werkstatt um. Stefan Mähringer vom Familienteam hatte die Werkzeuge für den Bau der hölzernen Wasserräder mitgebracht und die Bauteile bereits sorgsam vorbereitet. Ein besonderer Dank gilt hier den beiden örtlichen Unternehmern Rainer und Dominik Stumpf, die das gesamte Holzmaterial spendeten und ihre Maschinen zur Verfügung stellten. Nun konnten die sieben teilnehmenden Kinder ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen, wobei die größeren gerne den kleineren Kindern beim Nageln halfen. Nach Fertigstellung der Wasserräder, die immerhin einen Durchmesser von 50 Zentimetern aufwiesen, musste natürlich ein Probelauf im Bachlauf der Leutnitz erfolgen. Alles klappte wie am Schnürchen. Dann nutzten die jungen Bastler den Wasserkanal im NaturErlebnis, um ihre eigenen Wasserräder zu testen. Auch hier funktionierten alle prima. Schön wäre es, wenn die hölzernen Räder einen Platz in einem der vielen Nebenarme der Wilden Rodach finden würden. Früher sah man öfters solche Wasserräder, die sich unermüdlich im Lauf des Wassers drehten. Mit einem Eis belohnte Familienwartin Silke Schirmer die begeisterten Kinder.



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